Webhosting

Das Webhosting hat einen grossen Einfluss auf die Gestaltung und den Betrieb einer Website. Die Kosten sind dabei nebensächlich, vernünftige Webseiten spielen ein vielfaches ihrer Betriebskosten ein. Das wichtigste ist weder die Grösse vom Speicherplatz noch das Transfervolumen als solches, in erster Linie zählen Service und Zuverlässigkeit, das Fundament auf welches ein wirtschaftlich betriebenes Internet-Unternehmen baut.

Der richtige Webhosting-Partner

Für den Erfolg einer Website hat das Webhosting eine grundlegende Bedeutung. Die Gestaltung bis hin zum optischen Design einer Webseite können vom Webhoster abhängig sein. Der richtige Webhosting-Partner beugt potenziellen Schwiedrigkeiten vor, begrenzt nicht die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung und bietet ein geborgenes Zuhause für Websites. Der richtige Webhosting-Partner hat ein offenes Ohr für seine Kunden, ist flexibel, freundlich und zuverlässig - die letzten Punkte sind sehr wichtig - in der Regel kommen Massenanbieter also kaum in Frage, klein-mittlere, serviceorientierte Webhosting-Unternehmen sind hier die erste Wahl.

Primäre Sicherheitsaspekte von Webhosting

Generell sollte das Portfolio an Websites aus wirtschaftlichen Sicherheitsgründen auf mindestens drei Webhosting-Partner verteilt werden - sollte ein Webhoster aus welchem Grund auch immer aussteigen, entzieht es dem Kunden/Webmaster nicht die gesamte Existenz.

Technische Voraussetzungen für Webhosting

Ein guter Webhosting-Partner wird verschiedene Leistungspakete anbieten, auf Basis von Speicherplatz, Managed- oder Root-Server, Server-Housing und ähnliches. Das wichtige dabei ist die Flexibilität des Webhosters, sollte mehr Speicherplatz gebraucht werden oder zusätzliche Leistungen, muss dies verhandelbar sein. Ein Webhoster der dies nicht zur Debatte stellt, kommt nicht in Frage. Verbreitet ist der de facto Internetstandard mit UNIX/Linux oder BSD Betriebssysteme und den Apache Webserver, auf proprietäre Systeme sollte man verzichten wenn sie nicht aus besonderen Gründen vorausgesetzt werden. Somit muss niemand in der Produktion sich exotische Spezialkenntnisse aneignen - eine Frage der Effizienz, und auch der Kosten.

.htaccess - Serverkontrolle

Von Zugriffskontrolle bis eigene Fehlerseiten und vieles mehr, werden über diese Schlüsseldatei ermöglicht, gesteuert oder kontrolliert. Sie ist Teil der Apache Webserver-Umgebung und ermöglicht die Serverkonfiguration auf Benutzer/Dateiebene. Moderne Webhoster erlauben Benutzern von Haus aus ein Vernünftiges Mass an .htaccess-Funktionen, über tiefgreifendere Leistungen lässt ein guter Webhoster mit sich reden.

mod_rewrite - Adressenmanipulationen

Der Apache Webserver ermöglicht durch Einträge in die eben genannte .htaccess-Datei, vielfältige Manipulationen des Adressenhandlings. Ein wichtiges Modul von Apache, das mod_rewrite, wird aus der .htaccess gesteuert. Die Umleitung von Clientanfragen wie das Mapping von Suchmaschinen- oder Benutzerfreundliche Adressen auf echte Serverseitige Adressen ist hier wohl die bekannteste Funktion. Die zumeist kryptische Adresse von dynamischen Webseiten wie
»http://www.heavysecurity.de/index.php?option=com_content&task=category&secti...«
(Anm.: URI wurde gekürzt, sonst sprengt sie mir das div-Layout) werden auf statische Adressen wie
»http://www.heavysecurity.de/sicherheitsdienste/personenschutz.html«
umgeleitet.

Server Logfiles

Für die Auswertung der Besucher-Statistiken wie wer hat was, wann, wie und wo auf einer Webseite, sind die Protokolle in sogenannten Logs oder Logfiles festgehalten. Auf das wer hat warum kann ein erfahrener Webmaster sich dann etwas zusammenreimen, und seine Websites dementsprechend gestalten - hier kommt Suchmaschinenoptimierung wieder zu Bedeutung. Selbstverständlich stehen alle Zugriffe auf eine bestimmte Adresse, Domain oder Ordner in den Logs, Robots, falsch eingegebene Adressen, woher die Besucher/Zugriffe kommen/stammen und vieles mehr. Die meisten Webhoster bieten von Haus aus eine detaillierte Auswertung der Logs an, sie können aber auch von anderer Software aufbereitet werden, wichtig ist eben, das der Zugriff auf die Logs gewährleistet ist.

Serverseitige Unterstützung von Scripts

PHP ist absolut erforderlich und gehört mittlerweile zum Standard-Leistungsumfang von Webhostern. CMS und Datenbanken basieren auf serverseitige Scripts wie eben PHP, Perl, Python oder andere CGI-Scripte. Gerade erfahrene Webmaster werden CGI/Perl schätzen - Perl gibt es schon länger als PHP. Allerdings gewinnt PHP weiterhin an Verbreitung, und es gibt freie Scripts für beinahe jeden erdenklichen Einsatz. Bei der Umsetzung von Massnahmen zur Suchmaschinenoptimierung sind Scripts von grossem Nutzen, Automatisierung und interaktive Inhalte werden ebenfalls durch Scripte realisiert.

Prozessorzeit

Für manche Webmaster ist die zugesicherte Prozessorzeit eines Webhosters kein Thema, zumindest solange der Traffic und der Ablauf von serverseitigen Scripts in zivilen Ausmassen ablaufen. Wüste Besucherströme bei Erfolg einer Website, leistungsfähige CMS-Systeme und excessive Datenbankanfragen sprengen hier die zugeteilte Prozessorzeit - blockierte Webseiten sind die Folge, und bei manchen Webhostern ein Grund zur Abmahnung oder Kündigung.

Standardmasstäbe von Webhosting

Webhosting wird allgemein leider, wie Computer über die Taktfrequenz der CPU, nach primären eigentlich leicht durch Vertragsauswahl zu vereinbarenden Kriterien definiert. Webmaster können sich diese Pöbel- und Pleps-Urteile genausowenig wie einen Billigsdorfer Massenhosting leisten. Speicherplatz und Inklusiv-Traffic sind natürlich grundlegende Eckdaten eines Webhosting-Vertrages, aber wie es aus dem reinen Gewicht einer Ferrari und einem Passat auf deren tatsächlichen Leistungen zu schliessen unsinnig ist, kann anhand von Kenngrössen wie Speicherplatz und Inklusiv-Traffic unmöglich das Betriebsverhalten eines Webhosters beurteilt werden. Wichtiger sind Service, Sicherheit, Serverauslastung (Kunden/Domains pro Server), »gute« IP-Klassen und vieles mehr.

Speicherplatz

Viele grosse Multimediale Dateien wie Bilder oder Videoclips, brauchen viel Speicherplatz, keine Frage, die gleiche Anzahl Textdateien brauchen grundsätzlich nur ein Bruchteil davon. Wie gross eine Website ist, ist bereits auf der Upload-Maschine ersichtlich, der doppelte Speicherplatz auf dem Hostingserver dürfte ausreichen, falls die Website wie bei Firmenpräsenzen häufig der Fall, durchentwickelt ist. Bei Portale, Publishing, Communities und ähnliches sollte ein gesundes Overhead einkalkuliert werden. Die handvoll Dateien der Web-Visitenkarte einer Privatperson mit CV, Vorstellung, Impressum, ein Portrait etc braucht kaum fünf MegaByte. Die Paysite eines Erotikanbieters kann über 200 Gigabyte benötigen mit wöchentlich steigendem Bedarf...

Traffic - der Publikumsverkehr

Grosse Dateien mit regem Publikumsverkehr erzeugen einen hohen Traffic, die Grenze ist nach oben ziemlich offen. Websites unter Schwerlast laufen auf mehreren Servern, das sind nicht nur zwei-drei Maschinen in einem Rack, dreissig, hundert Rechner verteilt auf verschiedenen Standorte sind hier das Geschäft. Dazwischen befinden sich viele Abstufungen, die Web-Visitenkarte einer Privatperson wird vielleicht im Jahr hundert Besucher anziehen mit einem Gesamt-Traffic von einem Gigabyte wenn es hochkommt. Hunderttausend Besucher im Monat einer eher Text/Inhaltsorientierten Website verursachen grob fünf bis zehn Gigabyte Traffic, die gleiche Situation mit einer Grafik/Bildlastigen Website ufert bereits mit über 50 Gigabyte aus. Für die Masse der Webmaster reichen also 20-30 GB Traffic/Monat in der Regel völlig aus. Ein Faktor, den man sich anschauen sollte, sind die Kosten und die Situation für in den Grundpreis nicht mehr enthaltenen Traffic, also extra Kosten etwa pro zusätzliches Megabyte.