Webmaster

In den USA ist das gefestigte Berufsbild eines Webmasters schon lange ein Begriff, im deutschsprachigen Raum gibt es Webmaster, allerdings schleift hier die Berufsbezeichnung etwas.

Wer braucht denn Webmaster

Weder Agenturen noch grosse Service-Provider beschäftigen Webmaster als solche. Ihre Funktion wird noch nebenher von EDV- und System-Administratoren mitbetreut, weil sie das bisschen HTML auch noch können. Der Beruf Webmaster hat sich mit der zunehmenden Festigung des Internet in der Gesellschaft durchgesetzt, wenn auch nicht als Angestelltentätigkeit. Die meisten Webmaster sind vermutlich selbständig und arbeiten auf eigene Rechnung mit Gewerbeschein.

Webmaster-Aufgaben

In erster Linie ist der Web-Master für die Verwaltung der Web-Sites verantwortlich und muss zusehen, dass die Web-Kampagnen wie am Schnürchen laufen. Er koordiniert und steuert die technischen Abläufe für Multimedia-Applikationen. Die meisten dieser Multiprofis, die diese Aufgaben erfüllen, sind junge und flexible Informatiker. So muss der Webmaster technische Probleme lösen können, die bei einer Webseite auftreten. Deshalb steht er als Drahtzieher ständig mit Programmierern und Service-Providern - ob nun intern oder extern - in Kontakt. Eine weitere Aufgabe ist die Vermittlung zwischen Server und User. Intern kommt diesem Network-Manager eindeutig eine beratende Funktion zu. Als letzte Instanz prüft er genauestens, ob die Applikation mit allen Anwendungen einwandfrei funktioniert, bevor sie endgültig ans Netz geht. Falls neue Anwendungen und neue Contents hinzukommen, editiert er die neuen Seiten für die Webseite. Dabei bekleidet er eine wichtige Schnittstelle zwischen Content und Programmierung. 

Wartungsaufgaben von Webmaster

Webseiten brauchen Pflege, Aktualisierung, Updates müssen gefahren werden. Ein Webmaster ist ein Allrounder und muss von allem ein bisschen können. Neben HTML und CSS sollte er verschiedene Programmierhochsprachen beherrschen. Die unterschiedlichen Betriebssysteme wie Mac, PC und Unix kennt er allesamt, denn viele Probleme sind hardwarebedingt. Ein Webmaster überwacht aber nicht nur die Betriebssysteme, sondern muss die Software einrichten und anpassen, also beispielsweise von Lotus-Notes in HTML übersetzen bzw. konfigurieren können, oder andere Konvertierungs-Techniken beherrschen.

Servicefreundlichkeit

Bei allem, was er tut, ist die Servicefreundlichkeit sein oberstes Gebot. Kurze Ladezeiten sind dabei eine Voraussetzung, um den Internet-User nicht gleich zu vergraulen. So optimiert er die Navigations-Möglichkeiten. Falls ein Link nicht funktioniert, meistert er das Problem schnellstmöglich. Die Zugriffe der User hat er streng im Visier, sichtet und dokumentiert sie.

Webmaster sind nicht nur Techniker

Ein Webmaster darf aber nicht nur ein Faible für Technik haben. Genauso gefragt und gefordert ist seine soziale Kompetenz als Teamkollege und als wichtiger Mittelsmann zwischen Kunden, User und Provider. Dieser Techniker muss einerseits psychologisches Gespür für die Belange der User und andererseits für die Interessen des Auftraggebers haben. Ein guter Webmaster »sitzt« auf seine Maschinen. So gesehen ist der Webmaster an sich ein Beruf, wie jeder andere auch. Der Webmaster-Beruf unterscheidet sich dadurch, dass es keinen vorgeschriebenen Bildungsweg gibt wie bei einem Friseur oder Arzt, das heisst Herr Meier aus der Buchhaltung kriegt morgen die Kündigung, und übers Wochenende hat er sich eingebildet, dass er zum Webmaster berufen ist - und bietet sich nächste Woche auch als solcher an. Ob er damit durchkommt hängt davon ab, ob künftige Kunden/Arbeitgeber von den Fertigkeiten des Herrn Meier überzeugt sind.

Kernaufgaben von Webmaster

Die Kernaufgaben eines Webmasters können in engen Grenzen verlaufen, oder auch nicht. Hat ein Webmaster ein Portfolio oder einen gewissen Namen, kann er sich sein Wirkungsfeld vielleich aussuchen. Ist er selbständig hat er sogar die freie Entscheidung womit er sich beschäftigt - offenbar ein abwechslungsreiches Metier. Die häufigste Aufgabe von Webmaster ist sicherlich das Gestalten von Webseiten, sie meisten betreiben auch eigene Webseiten neben dem gewerblichen Webdesign für Kunden. Zu den Aufträgen zählen auch Wartung, Content, Updates und oft auch Online-Marketing, übrigens, Grafikdesign gehört wie selbstverständlich zum Job. Das meiste hiervon kann man auch in der Ausbildung zum Mediengestalter lernen.

Angestellte Webmaster/Sklaven

Angestellte Webmaster-Sklaven kümmern sich meist um die klein-mittleren EDV-Probleme ihrer Herrchen, und dürfen zum Dank auch die Firmen-Homepage mitbetreuen, organisatorische Aufgaben, wie beispielsweise Updates aber auch das Betriebsfest mit Bratwürstchen und Fassbier. Heftige Unterschiede sind hier an die Firmengrösse der Arbeitgeber gekuppelt - der angestellte Webmaster-Sklave einer kleineren Firma muss in seiner Eigenschaft selbst Webdesigns erstellen und Projekte verwalten können. In der Internetabteilung eines grösseren Konzerns werden die Aufgaben eher verteilt. Dort gibt es Designer für Grafik/Layout einer Webseite und der Webmaster muss sich um die technische Umsetzung der ihm aufgetragenen Aufgaben kümmern, also der regelmässige Update der Inhalte, die er vom Designer bereitgestellt bekommt. Für den Job als angestellter Webmaster etwa in einer Werbeagentur, gibt es natürlich Voraussetzungen, aber keiner wird abgelehnt nur weil er keinen Hauptschulabschluss besitzt, solange er entsprechende fachliche Kompetenzen an den Tag legt. Wer Realschulabschluss, Abitur oder gar ein Studium hat, wird natürlich bevorzugt.

Richtige Webmaster

Viele Webmaster betreiben eigene Webseiten, und arbeiten auch mit anderen Webmastern zusammen an verschiedenen Projekten. Die Website-Betreiberei ist in der Regel nur eine lukrative Nebeneinkunft, schafft man jedoch viele Besucher auf seine Webseite, kann man je nach Branche durch die Integration verschiedener Werbemittel gegen Provisionen, seine Miete bezahlen, und die Butter muss man auch nicht mehr aus den Löchern von der Brotscheibe kratzen - es gibt nämlich eine ganze Reihe Möglichkeiten, um als Webmaster Geld zu verdienen. Manch erfolgreicher Webmaster hat nicht mal einen Schulabschluss. Das ist zwar nicht mehr der Trend - der Boom ist vorbei - aber ändert nichts daran, dass als Selbstständiger Webmaster, die Kunden sich eher für Leistungen interessieren als für Sozial-Geschichte. Über eine gewisse soziale Kompetenz sollte ein Webmaster jedoch verfügen, weiterhin sind Flexibilität, Kreativität, Innovationsdrang und Belastbarkeit sehr wichtig. Ein Portfolio oder Referenzen im Bereich von Webdesign sind Standardanforderungen. Wer eine Ausbildung zum Mediengestalter im Bereich neuen Medien vorweisen kann, wie beispielsweise den Umgang mit Web-Software, steht schon ganz gut da.

Butter und Brot-Fähigkeiten eines Webmasters

Das HTML/XHTML-CSS-Gespann ist die absolute Grundlage im Web. PHP/MySQL hat sich weitreichend als Standard entwickelt, ebenso JavaScript als Bedarfs-Scriptsprache - diese Techniken müssen pfeifen. Die Beherrschung von Bildbearbeitungs-Software, vorzugsweise der Industriestandard Photoshop, HTML-Wysiwyg-Editoren wie der Branchenstandard Dreamweaver, FTP-Software, Statistikprogramme und allgemeine Connectivity gehören zum täglichen Geschäft. Begriffe wie Suchmaschinen, PageRank, Linkpop, Keywords oder Webmastertools dürfen keine Fragen aufwerfen.

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