Projektierung

Zu der Projektierung gehören Begriffe unter anderem wie Projektplanung, Projektstart, Projekteinführung, Relaunch oder Konzeption. Erfolgreiche Projekte für das World Wide Web zu gestalten bedarf einer sorgfältigen Planung um Fehlentscheidungen und Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Das Konzept

Der Entwurf eines Konzeptes wird zu Papier gebracht oder gleich im Computer erstellt und dient der Definition eines Projektes um dadurch Kontrolle über das Fortschreiten zu erlangen. Vor dem Konzept steht zunächst die Grundlage auf der das Konzept aufsetzt, die Recherche. Den Wettbewerb eruiren heisst Mitbewerber die im direkten Konkurrenzverhältnis zu dem geplanten Projekt stehen zu definieren. Hier sollten Unterschiede, Vor- und Nachteile wie auch Möglichkeiten betrachtet werden. Der Zweck des Projektes sollte verdeutlicht werden, Zielgruppen definieren und Erwartungen artikulieren. Es ist wichtig bereits am Anfang die Ziele wie Umsatzerwartungen, Werbewirkung, erwartete Besucherzahlen und ähnliches zu formulieren. Präzise Recherchen mit
detaillierten Ergebnissen sind zeitaufwendig aber notwendig. Verantwortlichkeiten sollten am Anfang definiert werden und abschliessend ein Pflichtenheft/Abarbeitungsplan erstellt werden.

Content - Inhalte und Struktur definieren

Der erste Schritt in jeglicher Hinsicht ist immer die Substanz der Website, das heisst, der Inhalt. Ohne Inhalt gibt es keine Website, das Internet unterscheidet sich hier stark von den Printmedien, im Internet kann man nichts ausschliesslich über die Verpackung verkaufen. Im Gegensatz zum richtigen Leben, kann ein Internet-Besucher den Inhalt einer Verpackung zu jeder Zeit einsehen, findet er keinen Inhalt bricht er seinen Besuch ab. Der gleiche Internet-Besucher kann im Supermarkt nicht jede einzelne Verpackung aufreissen um den Inhalt in aller Ruhe zu bemustern, im Internet kann er es aber, vorausgesetzt das Produkt im Internet die Informationen sind. Bei Online-Shops sieht es ein wenig anders aus, von einem Supermarkt unterscheidet sich das eBusiness trotzdem Grundsätzlich. Die Themen, Inhalte und ihre Strukturierung muss definiert werden, Menüführung sollte vorgeschlagen werden, muss aber noch nicht definiert werden, dagegen sollte sie Suchmaschinenoptimierung von Anfang an berücksichtigt werden, sowie die Skalierbarkeit der Struktur und damit der Inhalte, den vorläufigen Umfang begrenzen, da eine Webseite im Idealfall nie einen endgültigen Zustand annehmen darf.

Layout, Design und Umsetzung

Wenn die Entscheidung über Inhalt und Struktur steht, können visuelle Vorstellungen durchgespielt werden. Das Layout ist in der Regel bedingt durch Konventionen schnell gefunden, über die Farben wird erfahrungsgemäss noch lange diskutiert. Das grundsätzliche Corporate Design müsste aber schon festgelegt werden damit alle Beteiligten eine Richtlinie für ihre Beiträge haben. Die Entscheidung für eine Plattform, also HTML-Variante, Webprogrammiersprachen, Applikationsserver etc, sollte bereits seit der Konzeptionsphase stehen und demnach umgesetzt werden, auf allen Zielbrowsern getestet werden bei unterschiedlichen Auflösungen, eventuell geplante Barrierefreiheit prüfen, Benutzerfreundlichkeit und Menüführung festlegen und auf Suchmaschinentauglichkeit prüfen, eventuell Betatester in das Projekt einweihen, das heisst, ausgewählte Benutzer die Webseite beurteilen lassen und deren Feedback berücksichtigen, oder auch nicht.

Wirtschaftlichkeit und Kosten

Aufwand für Konzepterstellung, Kosten für Planung, Umsetzung und Kontrolle berechnen, Angebote von Webhosting, Programmierung und Design, Suchmaschinenoptimierung, Marketing und Promotion einholen. Laufende Kosten wie Support und Wartung berechnen. Bei grösseren Projekten sollten eventuell Fachleute die Wirtschaftlichkeit errechnen, um grobe Fehleinschätzungen zu vermeiden. Eine Risikoanalyse für das Projekt gehört ebenfalls dazu, Budgetüberschreitungen in Betracht ziehen, mögliche Schwachstellen und Kapazitätsengpässe berücksichtigen und Notlösungen schaffen, eine Kosten- und Handlungsreserve bei Terminüberschreitungen errechnen, und letztendlich eine Kosten/Nutzen-Berechnung aufgestellt werden mit den zu erwartenden Umsätze, Ausgaben und Gewinne.

Der laufende Betrieb

Optimierung des bestehenden Projektes wie Inhalte, Besucherfreundlichkeit, Promotion, Suchmaschinenoptimierung, Kunden- und Besucherzufriedenheit, die Menü- und Besucherführung lässt sich immer verbessern. Die regelmässige Überprüfung der gesteckten Ziele sollte eingehalten werden. Webprojekte scheitern häufig durch mangelhafte Kommunikation, schlechte oder keine Recherche im Vorfeld, Fehleinschätzung des Potentials, verkehrte Zielgruppen oder ineffektive Marketingmassnahmen. Ein gewisses Frühwarnsystem stellt die regelmässige Inventur und die Hinterfragung des Projektes dar.

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