Professionelles Webdesign

Wenn es mehr sein soll oder muss, als die fünf Seiten einer Web-Visitenkarte, muss sich eine Webseite an der Konkurrenz messen.

Form follows immer noch function

Content, Programmierung und Design richtet sich nach Sinn und Zweck einer Webseite. Fragen nach der Zielgruppe angebotener Präsentationen, Produkte, Dienstleistungen oder Werbung stehen an erster Stelle, noch lange bevor irgend jemand eine Tastatur anfasst. Struktur, Skalierbarkeit und Benutzerführung kann man objektiv nach Lehrbuch planen oder abweichend auch subjektiv nach absichten. Diesen Fahrplan sollte man zwecks rapid prototyping stets einhalten. Wegen der Skalierbarkeit ist es konkret denkbar, die Verzeichnisstruktur nach Themen, Produkte oder Dienstleistungen beispielsweise festzulegen, und das Menu oder die Benutzerführung adaptiv aufzusetzen, das heisst, die Menupunkte können nach Bedarf gestaltet werden. So bleibt die Freiheit der Entscheidung für eine Art Menü zu einem anderen Zeitpunkt neu zu gestalten, ein schöner Vergleich ist hier die Problemstellung aus der Sicherheitstechnik bezüglich Schliessanlagen.

Corporate Design

Webseiten sind zwar ihrer Natur nach Flickwerke, sollten aber bei den Besuchern nicht so ankommen. Dies erreicht man mit einem optisch und inhaltlich homogenem Design, einer intuitiven und logischen Menüführung und wie schon erwähnt, mit strukturelle und inhaltliche Skalierbarkeit. Arbeiten mehrere Authoren an einem Projekt, sollte der Schreibstil auf einem Nenner vereinbart werden. Angesichts der Menüführung ist es auch möglich die Verzeichnisstruktur von der Benutzerführung zu entkoppeln. Logos, Header und Footer sind traditionell wichtige Unternehmenskennzeichen, allerdings sind sie während der Entwicklung eher nebensächlich weil sie mit dem Layout geregelt werden.

Design is nicht gleich Optik und Grafik

Selbst wenn der erste Endruck manchmal täuscht, bleibt er bei den Besuchern nachhaltig haften. Menschen entscheiden sich häufig nach dem Aussehen was sie von jemanden oder etwas halten sollen. Eine inhaltlich hochwertige Webseite die mit einer miesen Erscheinung auffällt sei es Logik oder Optik, wird es schwer haben einen Besucher von seine Qualitäten zu überzeugen. Ebenso verhält es sich mit einer inhaltlich sinnlosen Webseite die durch einen optisch sehr ansprechenden Eindruck seine Besucher nachhaltig frustriert - ein zweites mal fallen die Besucher darauf nicht herein. Ausserdem ist es empfehlenswert sich in gewissen Grenzen an den Konventionen der jeweiligen Branche zu orientieren, aber sich innerhalb dieser Grenzen trotzdem von den Mitbewerbern zu unterscheiden.

Optik oder Aussehen - Look der Website

Eingehende Kentnisse in Farblehre, Fu-Sui und ähnliches, gehören zu den Stärken eines Webdesigners. Dabei sollte nicht vernachlässigt werden, dass Farben individuell und kulturabhängig empfunden werden. Wenn Sie ihren chinesischen Event-Kunden eine weisse Präsentation vorlegen, hoffen Sie lieber nicht auf fröhlichen Enthusiasmus. Eine japanische Geschäftsfrau wird bei einer in gelb gehaltenen Finanz-Website womöglich ihre Hände reiben - in Europa würden Sie damit untergehen... Sensibler Umgang mit Farben und Grafiken ist also wichtig, bei Schriftarten bleibt allerdings nicht mehr viel Auswahl.

Usability, Benutzerführung, Menüführung, Orientierung

Der Kunde ist König - bei dieser Regel knirschen manche Webdesigner mit den Zähnen. Viele Designer hätten es gerne, dass der Kunde ihre in einem genialen Moment entstandene Kreativität kritiklos konsumiert. So it is not, keineswegs. Das Internet als Medium untescheidet sich stark von den klassischen Medien, oder besser gesagt, die Menschen unterscheiden sich in der Benutzung des neuen Mediums - den Buchdruck gibt es seit ein halbes Jahrtausend, das Internet eben nicht. Das World Wide Web steht im krassen Gegensatz zu althergebrachten linearen Medien. Daher ist eine Menüführung weit mehr als eine Inhaltsangabe eines Mediums. Verwertbarkeit von Informationen steht hier an erster Stelle, aber auch die Kontrolle darüber. Ob jetzt ein Menu abendländisch links steht oder nicht, ist zunächs nebensächlich. Viel wichtiger ist die Darstellung zur Verwertbarkeit der erhofften Information aus der Sicht eines Besuchers.

SEO - Suchmaschinenoptimierung

Professionelle Webdesigner planen das SEO bereits beim Entwurf der Webseiten ein. Dazu gehören die Schlüsselwörter und die Inhalte, die auf die Schlüsselwörter abgestimmt werden. Versäumnisse sind in einer frühen Phase leichter abzufangen, als später hinterher zu schustern. Suchmaschinen sind zwar wichtig für den Erfolg einer Webseite, man sollte sich aber hüten »Suchmaschinen-Code« zu schreiben wenn die menschliche Absorptionsverträglichkeit darunter leidet. Eine Million Besucher von den Suchmaschinen verursachen keinen Gewinn, falls sie beim Laden einer Webseite enttäuscht werden, das kann sogar nach hinten losgehen - Kosten für Traffic oder Bandbreite haben schon manche Webmaster ruiniert.

Websites betreiben - Update und Pflege

Webseiten sollten spätestens alle zwei Wochen aufgefrischt werden. Man kann keine Stammbesucher auf einer toten Webseite erwarten - Aktualität der Inhalte ist Pflicht. Genauso gehört dazu das Schritthalten mit der aktuellen Technik, und vielleicht auch Trends, wenn man richtig mithalten will. Newsletter können beispielsweise Abonnenten auf aktuelle Informationen oder neue Produkte hinweisen. Ein Kontaktformular sollte jede Webseite haben, den Besuchern gibt ein Kontaktformular die Möglichkeit auf der besuchten Webseite mit vorgegebenen Personen schnell in Kontakt treten zu können. Nicht nur Unternehmen im eBusiness ziehen hiervon Vorteile, private Webseiten können so von einer praktischen Benutzereingabe profitieren.

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