Spamfilter
Spamfilter sind unterschiedliche Programme oder Software, die eMails auf zahlreiche Kriterien filtern. Spamfilter können auf Mailservern wie auch auf Clients laufen. Als Standard werden Spamfilter in verschiedenen Bereichen bereits eingesetzt, ISPs (Internet Service Provider) schützen damit die eMail-Postfächer ihrer Kunden wie auch ihre eigenen Mailserver, Freemail- beziehungsweise Webmailanbieter setzten Spamfilter ebenfalls ein.
Notwendigkeit von Spamfiltern
Hierzulande ist das Versenden von Spammails gesetzlich verboten, im World Wide Web ist die Lage etwas anders. Die Spammer-Gangster haben im Ausland oft kaum Sanktionen zu befürchten, dementsprechend lässig ist ihre Verfolgung. Dagegen hilft nur eine Schadensbegrenzung in Form von Spamfilter, wenn möglich auf der Grundlage von schwarzen Listen. Diese Listen ähneln gewisserweise den Virusdefinitionen, die Kennzeichen von Spammails werden gesammelt, und für die Vergleichsbasis der Spamfilter zugrunde gelegt. Dadurch werden Spammails früher bekannt und gar illegale Betrugsabsichten vereitelt.
Spamfilter bieten automatischen Schutz
Bei der Flut von eMails, die täglich ein Postfach erreicht, ist es kaum noch möglich einen Vernünftigen eMail-Verkehr aufrecht zu erhalten. Wenn nicht jedes einzelne Spammail von Hand aussortiert werden soll, gibt es nur noch die Möglichkeit, automatiserte eMail-Sortierprogramme, sogenannte Spamfilter, die den Inhalt von eMails nach bestimmten Kriterien beurteilen. Anhand ihrer Algorithmen können Spamfilter vollautomatisch erkennen, ob eMails unerwünschte Inhalte haben, und führen vorgegebene Aktionen aus, wie löschen oder in einem besonderen Spam-Ordner veschieben.
Bayes-Filter
Im Gegensatz zu rein heuristische beziehungsweise absenderbezogene Methoden wie die Filterung auf Grund der Angaben im Header eines eMails, sind Bayes-Filter lernfähig. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Spam handelt, wird vom Bayes-Algorithmus anhand der in der eMail enthaltenen Wörter berechnet. Ein Bayes-Filter entscheidet, grob ausgedrückt, nach den Inhalten eines eMails, ob es sich um ein Spammail handelt oder nicht.
Lernfähigkeit eines Spamfilters
Da sich die Spammer-Gangster immer weiter ihre Methoden entwickeln, und zwar in solchen Ausmassen, dass eine herkömmliche Produktentwicklung nicht mehr Schritt halten kann, war die natürliche Schlussfolgerung, dass ein Spamfilter automatisch und selbständug seine Algorithmen weiterentwickelt, so sind Spamfilter lernfähig und besonders effektiv geworden - sie können sogar trainiert werden, wodurch ihre Leistung erheblich gesteigert wird.
Moderne Spamfilter
Früher mussten Internet-Benutzer die Versender von Spam von Hand in eine lokale schwarze Liste eintragen um eine künftig automatische Ausfilterung zu ermöglichen. Bei dem steigenden eMail-Verkehr ist es kaum mehr möglich einzelne Absender zu sortieren, moderne Spamfilter sind ein höher geordnetes System für die Identifizierung und der Aussortierung von Spammail. Moderne Spamfilter arbeiten ähnlich wie Firewalls und Antivirus-Software mit von verschiedenen Organen gepflegten Datenbanken über den Abgleich von besonderen Kennzeichen wie Absender, IP-Nummern, suspekte Wörter oder Wortstellungen und vieles mehr. Fällt ein legitimes eMail mal durch einen indizierten Begriff auf, könnte es vom Spamfilter ebenfalls aussortiert werden.
Spamfilter entwickeln sich
Jede Spammail sollte von einem Spamfilter abgefangen werden, und das würde auch gelingen wenn die Spammer-Gangster nicht die ständig verbesserten Spamfilter auszutricksen versuchten. Aber die Spamfilter lernen dazu, Freemail- beziehungsweise Webmailbetreiber nutzen den Benutzer-Input bezüglich gemeldeter Spammails - die von Menschen identifizierten Spammails werden zu den schwarzen Listen hinzugefügt durch welche die Spamfilter ein grösseres Spam-Vokabular entwickeln unter anderem.
Zuverlässigkeit von Spamfilter
In der Regel werden Spammails von dem Spamfilter aussortiert, und in einem Spamordner gesammelt, eMails werden also zunächst mal nicht gelöscht - manchmal können nämlich wichtige eMails auch in dem Spamfilter hängen bleiben. Spammer-Gangster versuchen ihre Spammails wie richtige eMails aussehen zu lassen, somit ist der Unterschied für Spamfilter manchmal so gering, dass ein richtiges eMail auch in dem Spamordner landet. Um bei diesem Schritt noch eine letzte Sicherheit zu gewähren, werden eMails bevor sie im Spamordner abgelegt werden, nochmal über eine Gegenliste, eine sogenannte Whitelist, gefiltert. Diese Liste enthält Angaben zu akzeptierten eMail-Versender und -Inhalte.
Netzwerkintegration von Spamfilter
Spamfilter sind in den Netzwerken von Behörden, Organisationen, Institute oder Unternehmen bereits so verbreitet wie Firewalls oder Antiviren-Software, das heisst, komplexe Firewalls übernehmen die Aufgaben von Spamfilter, kontrollieren eMails und Anhänge auf Viren und Spam. Für gängige eMail- und Office-Software lassen sich vielfach Spamfilter von ihren jeweiligen Anbietern in den Intranetumgebungen integrieren.
Spamfilter - Aussichten
Spammer-Gangster entwickeln sich mit dem Internetfortschrit - nicht nur neue Betrugsmaschen sind zu erwarten, in der Internet-Telefonie haben sie bereits zugeschlagen. Bei Betrügereien können Spamfilter nur nach ihrer Vergleichsmöglichkeiten arbeiten, eine eMail von einer aus Spamhinsicht unbescholtene Versender-Adresse, jedoch mit üblen Inhalten die keine bekannten Regeln entsprechen, kann für unerfahrene Internet-Benutzer gefährlich werden. Die Situation mit neuen Spammails ist wie bei Viren, unbekannte Signaturen sind zunächst unbehelligt. Hier ist die Netzweite Kommunikation von Bedeutung, um zu einer stets aktuellen Spamfilter-Software zu gelangen, auf der es in Zukunft noch wesentlich komplexere Aufgaben zukommen wird.
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